Terofal Schliersee+49 8026 92921-0Buchen
Der Schliersee bei Windstille, im Hintergrund die Schlierseer Berge

Der See, der Ort, die Berge

Schliersee

Ein See auf 777 Metern, 7,4 Kilometer rundherum, mit einer Insel samt Gasthaus in der Mitte und keinem einzigen Motorboot darauf. Fünfzig Kilometer südöstlich von München, und doch eine andere Welt. Das hier ist der lange Text dazu: was der See ist, warum er so still blieb, wie das Dorf zum Theaterort wurde und wann du am besten kommst.

Der See in Zahlen

777Meter über dem Meer

2,22Quadratkilometer Fläche

7,4Kilometer Uferweg

40,5Meter an der tiefsten Stelle

Zwanzig Wege in die Tiefe

Zu jedem Thema ein eigener Text, so lang wie nötig, mit Zahlen, Wegen und Adressen.

Kapitel 01

Ein See, den man in einem Blick fasst

Zweieinhalb Kilometer lang, gut einen Kilometer breit, ausgehobelt von einem Gletscher der letzten Eiszeit.

Der Schliersee liegt etwa fünfzig Kilometer südöstlich von München, zwischen dem Tegernseer Tal und dem Inntal, in den Bayerischen Voralpen und nicht weit von der österreichischen Grenze. Er ist 2,22 Quadratkilometer groß, zweieinhalb Kilometer lang und gut einen Kilometer breit. Rundherum sind es 7,4 Kilometer. Das ist überschaubar, und genau darin liegt sein Wesen.

Wer zum ersten Mal am Ufer steht, sieht das andere Ufer. Das klingt banal, ist aber der eigentliche Unterschied zu den großen Seen. Man kann den Schliersee in einem Blick fassen und ihn an einem Vormittag umrunden. Er verlangt keine Entscheidung, wohin man sich wendet. Man geht einfach los.

In der Mitte liegt die Insel Wörth, 2,4 Hektar groß und mit einem Gasthaus bebaut. Sie ist kein Zufall, sondern der über den Wasserspiegel ragende Teil eines massiven Querdamms, der von Ost nach West verläuft und den See in zwei Becken gliedert. Von Nordwesten schiebt sich die Halbinsel Freudenberg hinein, der Rest eines zweiten solchen Riegels, der früher bis zum Weinberg mit der Kapelle St. Georg am Nordostufer reichte.

Der Schliersee bei Windstille, im Süden die Kette des Mangfallgebirges
Blick nach Süden über das tiefere Becken. Dahinter die Kette des Mangfallgebirges.

Das Becken, in dem das Wasser steht, hat ein Gletscher der Würm-Kaltzeit ausgehobelt, ein Zungenbecken in Nord-Süd-Richtung. Über den älteren Sedimenten liegen Moränen und eiszeitliche Schotter. Geologisch verläuft mitten durch den See eine Grenze: der nördliche Teil gehört zur Flyschzone, der südliche schon zum nördlichen Kalkalpenzug. Man sieht das an den Bergen. Nördlich sind sie bewaldet und rund, südlich werden sie schroff und reichen über die Baumgrenze.

Gespeist wird der See fast nur von kleinen Quellen. Die einzige nennenswerte Ausnahme ist der Breitenbach, der im Nordwesten am Campingplatz einmündet. Abfluss gibt es genau einen: die Schlierach, unmittelbar nördlich der Halbinsel Freudenberg. Sie läuft dreizehn Kilometer weit und mündet dann in die Mangfall.

Auch das erklärt einiges. Ein See ohne großen Zufluss und mit einem einzigen Abfluss tauscht sein Wasser langsam. Was hineinkommt, bleibt lange. Das wurde dem Schliersee einmal beinahe zum Verhängnis, davon gleich mehr.

Vollständige Seedaten

Höhe
777 m ü. NHN
Fläche
2,22 km²
Länge und Breite
2,515 km × 1,253 km
Umfang
7,4 km
Tiefe
bis 40,5 m, im Mittel 23,9 m
Volumen
53,13 Millionen m³
Einzugsgebiet
27,15 km²
Zufluss
kleine Quellen, dazu der Breitenbach
Abfluss
die Schlierach, 13 km bis zur Mangfall
Insel
Wörth, 2,4 Hektar, mit Gasthaus

Kapitel 02

Warum es hier so still ist

Kein Motorboot, ein Schiff, ein Eigentümer und 17,54 Quadratkilometer Landschaftsschutz.

Private Motorboote sind auf dem Schliersee nicht erlaubt. Unterwegs sind Ruderboote, Segelboote, Elektroboote aus dem Verleih, Stand-up-Paddles und das Ausflugsschiff. Was man vom Ufer hört, sind Ruder, Segel und Wind. Für einen See, der in einer knappen Stunde von München aus erreichbar ist, ist das bemerkenswert, und es ist der Hauptgrund, warum sich ein Tag hier anders anfühlt als am Tegernsee hinter dem Berg.

Von Mai bis September fährt trotzdem ein Schiff. Es gehört nicht der Bayerischen Seenschifffahrt wie an den anderen oberbayerischen Seen, sondern der privaten Schlierseeschifffahrt. Die Rundfahrt dauert fünfundvierzig Minuten und startet täglich zwischen elf und siebzehn Uhr. Wer einmal um den See gegangen ist und keine Lust auf den Rückweg hat, nimmt sie in die Gegenrichtung.

Der See selbst gehört dem Freistaat Bayern und wird von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen betreut. Große Teile des Tals stehen als Landschaftsschutzgebiet unter Schutz, insgesamt 17,54 Quadratkilometer. Das ist kein Zierstreifen am Ufer, sondern eine Fläche, die deutlich größer ist als der See.

Die ruhige Wasseroberfläche des Schliersees aus der Luft
Der See ohne Motorboote. Die dunkle Fläche in der Mitte markiert das tiefere Südbecken.

Ein See, den man reparieren musste, um ihn zu behalten.

Kapitel 03

Der See war einmal blutrot

Die 1970er Jahre, eine Alge und eine Druckluftleitung, die 1982 alles änderte.

In den 1970er Jahren stand es schlecht um das Wasser. Trotz einer Ringkanalisation, die Mitte des Jahrzehnts fertig wurde, blieb der See stark phosphathaltig. Die Burgunderblutalge vermehrte sich so stark, dass das Wasser blutrot aussah. Wer alte Aufnahmen sieht, hält sie für nachkoloriert. Sie sind es nicht.

Die Ursache lag in der Lage selbst. Der See liegt windgeschützt zwischen den Hängen, und im Frühjahr lag lange Eis darauf. Beides zusammen verhinderte, dass sich das Wasser auf natürlichem Weg umwälzt. Ein See, der sich nicht durchmischt, entmischt sich: unten sammelt sich, was oben fehlt.

1982 verlegte man deshalb in beiden Becken eine linienförmige Druckluftleitung. Sie bläst Luft in die Tiefe, die aufsteigende Blasensäule zieht kaltes Tiefenwasser mit nach oben, und auf diesem Weg wälzt sich der ganze See in drei bis vier Tagen einmal um. Eine Maschine also, die übernimmt, was der Wind nicht schafft.

Sie wirkte. Seither hat es weder nennenswerte Algenblüten noch Fischsterben gegeben. Wenn du im Sommer hineingehst, schwimmst du in einem See, den man vor vierzig Jahren beinahe verloren hätte.

Blick über die Dächer von Schliersee auf den See
Blick über die Dächer auf den See. Rechts das Nordbecken, im Hintergrund die Schlierseer Berge.

Kapitel 04

Die Berge ringsum

Vier Gipfel im Blick vom Ufer, ein Bergsee auf 1084 Metern und eine Alm mit Seilbahn.

Vom Ort aus sieht man frei auf vier Berge: Aiplspitz, Jägerkamp, Brecherspitz und Bodenschneid. Alle vier gehören zum Mangfallgebirge. Man muss dafür nirgendwohin gehen, es reicht, am Ufer zu stehen und sich einmal zu drehen.

Der Hausberg ist die Brecherspitz, 1684 Meter hoch, mit einer markanten Pyramidenform, die man vom Wasser aus nicht übersehen kann. Sie liegt gut drei Kilometer südsüdwestlich von Neuhaus. Erstmals erwähnt wurde sie zwischen 1078 und 1080, damals als „mons Spizzinch". Der Name ist also fast tausend Jahre alt und älter als beinahe alles andere hier.

Fünf Kilometer südlich beginnt der Spitzingsee, ein Bergsee auf 1084 Metern und mit 28,3 Hektar einer der größten in Bayern. In der Mitte schnüren ihn zwei Halbinseln ein, das Südbecken ist bis 16,3 Meter tief, das Nordbecken bis 10,4. Der gleichnamige Gemeindeteil liegt auf 1090 Metern und ist das Wintersport- und Bergwanderzentrum der Gemeinde. Im Winter fährt der Skibus hinauf, mit der Gästekarte kostenlos.

Direkt über dem Ort liegt die Schliersbergalm, erreichbar mit der Seilbahn. Von dort sieht man den See in ganzer Länge, mit der Insel in der Mitte. Es ist der Blick, den man von Postkarten kennt, und der einzige, für den man nicht wandern muss.

Der Turm der Pfarrkirche St. Sixtus über den Dächern von Schliersee
Die Dächer von Schliersee im Gegenlicht, dahinter die Berge
Links der Turm von St. Sixtus über den Dächern. Rechts das Tal im Gegenlicht, dahinter die Kette des Mangfallgebirges.

Die Berge im Blick

Brecherspitz
1684 m, der Hausberg, erwähnt um 1078
Spitzingsee
Bergsee auf 1084 m, 28,3 Hektar
Ortsteil Spitzingsee
1090 m, Wintersportzentrum
Weitere Gipfel im Blick
Aiplspitz, Jägerkamp, Bodenschneid
Gebirge
Mangfallgebirge, Bayerische Voralpen

Kapitel 05

Der Ort und sein Theater

Wie eine Bahnlinie aus einem Dorf einen Urlaubsort machte, und ein Metzger ein Theater.

Schliersee liegt mit seinem Hauptort am Nordostufer. Der Ort hat eine lange Tradition im Tourismus und gehört zu den Plätzen in Bayern, an denen im 19. Jahrhundert beides begann: der sommerliche Bergtourismus und der winterliche Skitourismus. Das war kein Zufall, sondern eine Folge der Eisenbahn. Sobald man in einer knappen Stunde aus München hier sein konnte, wurde aus einem Bauerndorf ein Ausflugsziel.

Einer, der das früh verstand, war Xaver Terofal. Geboren 1862 in Dorfen, auf Wunsch seines Vaters zunächst Metzger, dann Wirt, dann Schuhplattler am Münchner Gärtnerplatztheater. 1891 kaufte er in Schliersee das Hotel Seehaus. Ein Jahr später gründete er zusammen mit dem Hofschauspieler Konrad Dreher das Schlierseer Bauerntheater.

Im selben Jahr entstand nach Plänen des Münchner Architekten Emanuel von Seidl ein eigenes Theatergebäude mit mehr als 450 Plätzen. Der Gedanke dahinter war neu: Anderswo besetzte man Volksstücke mit akademisch ausgebildeten Schauspielern. In Schliersee spielten Handwerker und Bauern, weil das echte Leben von denen kommen sollte, die es führten. Trotzdem war das Ensemble hauptberuflich am Theater, im Sommer zu Hause, im Winter auf Gastspielen.

Es funktionierte, und zwar größer als gedacht. Die Truppe spielte in München, Frankfurt, Nürnberg, Hamburg, Stuttgart und Wien. 1895 ging sie auf Amerikatournee und trat dabei in der Metropolitan Opera in New York auf. 1905 übernahm Terofal die Bühne allein. Er starb 1940 in Schliersee. Der Platz vor dem Theater trägt heute seinen Namen, und unser Haus steht daran.

Schliersee am Morgen: Pfarrkirche, Ort und See von oben
Der Ort am Morgen: die Pfarrkirche, die Dächer, dahinter der See und die Berge.

Der Name Terofal hat übrigens eine eigene Geschichte. Der Urgroßvater, Carl Laforet, war Sekretär der französischen Gesandtschaft in München und ließ sich um 1800 dort nieder. Den Familiennamen drehte er dabei einfach um. Laforet, rückwärts gelesen, ergibt Terofal.

Wer sich für das ältere Bayern interessiert, findet es wenige Kilometer weiter in Neuhaus, im Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Dort stehen bäuerliche Höfe aus mehreren Jahrhunderten, die andernorts abgetragen und hier wieder aufgebaut wurden. Kein Nachbau also, sondern die Häuser selbst.

Die Gemeinde reicht vom Seeufer auf 777 Metern bis zum Ortsteil Spitzingsee auf 1090 Metern und von dort weiter hinauf in die Berge. Sie hat sechs Nachbargemeinden und im Süden eine Grenze nach Tirol. Im Westen liegen Rottach-Egern, Tegernsee und Gmund, im Norden Hausham, im Osten Fischbachau und Bayrischzell. Man merkt das im Alltag kaum, aber es erklärt, warum von hier aus so viele Tagesausflüge in verschiedene Richtungen gehen.

Der Maibaum am Xaver-Terofal-Platz gegen den Morgenhimmel
Die Pfarrkirche St. Sixtus am Wasser, im Gegenlicht des Morgens
Der Maibaum am Xaver-Terofal-Platz, und die Pfarrkirche am Wasser im Morgengegenlicht.

Kapitel 06

Das Jahr am See

Vier Jahreszeiten, vier verschiedene Orte. Der leerste ist nicht der schlechteste.

Im Sommer erreicht das Wasser bis zu 23 Grad. Im Juni wird der Alpen-Triathlon ausgetragen, über die olympische Distanz mit 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Rad und 10 Kilometern Laufen. Seit 2006 wurden dort mehrfach die Deutschen Meisterschaften ausgetragen. An diesem Wochenende ist der Ort voll, an allen anderen nicht.

Im Herbst wird es leer und klar. Über dem Wasser steht morgens Nebel, der sich im Lauf des Vormittags hebt und die Berge freigibt, einen nach dem anderen. Wenn du uns fragst, ist das die schönste Zeit hier, und zugleich die am wenigsten besuchte. Die Wege sind trocken, die Wirtshäuser haben Platz, und das Licht steht flach über dem See.

Morgennebel über Schliersee, der See liegt still zwischen den Bergen
Herbstmorgen am Schliersee. Der Nebel hebt sich im Lauf des Vormittags und gibt die Berge frei.

Der Winter verschiebt das Programm nach oben. Skifahren am Spitzingsee, dazu Langlauf, Winterwandern und Rodeln. Unten am See bleibt es ruhig, oben ist Betrieb. Zwischen beidem fährt der Skibus, mit der Gästekarte kostenlos.

Das Frühjahr hat seine eigene Ordnung. Im Februar ist Fasching, im März Starkbierzeit, Ende März startet das Freilichtmuseum in die Saison. Der März ist übrigens der Monat, in dem am häufigsten nach Schliersee gesucht wird, und zugleich einer der leersten im Ort. Wer flexibel ist, bekommt dann das ganze Tal fast für sich.

Kapitel 07

Wie du herkommst

Fünfzig Minuten ab München Hauptbahnhof, ohne Umsteigen. Danach brauchst du kein Auto mehr.

Mit der Bahn sind es ab München Hauptbahnhof rund fünfzig Minuten, ohne Umsteigen, stündlich bis halbstündlich zwischen sechs und vierundzwanzig Uhr. Das ist der entspannteste Weg, und vor Ort brauchst du danach kein Auto mehr: der Ort ist zu Fuß erschlossen, und was weiter weg liegt, erreichst du mit Bus und Skibus.

Mit dem Auto nimmst du die A8 bis zur Ausfahrt Weyarn, von Salzburg her bis Irschenberg, und brauchst von dort jeweils etwa zwanzig Minuten. Am Ortsrand und in der Mitte gibt es Parkplätze, bei uns am Haus parkst du kostenfrei.

Vom Bahnhof bis zum Xaver-Terofal-Platz sind es sieben Gehminuten über die Lautererstraße, von dort weitere vier bis ans Wasser. Mehrere Buslinien halten direkt vor der Haustür. Wer mit dem Zug kommt, steht also elf Minuten nach dem Aussteigen am See.

Wege und Zeiten

Ab München Hbf
rund 50 Minuten, ohne Umsteigen
Takt
stündlich bis halbstündlich, 6 bis 24 Uhr
Ab A8 Weyarn
etwa 20 Minuten
Ab A8 Irschenberg
etwa 20 Minuten
Bahnhof bis Haus
7 Gehminuten
Haus bis Seeufer
4 Gehminuten

Was gerade am See dran ist, Jahreszeit für Jahreszeit, steht in unserem Journal.

Adressen und Quellen

Alle Adressen führen zu den Betreibern selbst. Zeiten und Preise ändern sich, prüf sie dort.

Tourismus Schliersee

Die offizielle Seite der Gemeinde mit Veranstaltungen, Gästekarte und aktuellen Hinweisen.schliersee.de

Schliersee Magazin

Das Ortsmagazin. Wer wissen will, was gerade wirklich läuft, liest hier nach.magazin.schliersee.de

Schliersee Schifffahrt

Rundfahrten mit der Schliersee III, dazu der Bootsverleih und der Kiosk am Ufer.schlierseeschifffahrt.de

Schliersbergalm

Der Berg über dem Ort, mit Seilbahn, Sommerrodelbahn und Blick über den See.schliersbergalm.de

Alpenbahnen Spitzingsee

Lifte und Bahnen am Spitzingsee, im Winter wie im Sommer.alpenbahnen-spitzingsee.de

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Mehr als 22 versetzte Gebäude des bayerischen Oberlands auf 60.000 Quadratmetern.wasmeier.de

Bayerische Regiobahn

Fahrpläne und Tickets für die Strecke München Hauptbahnhof bis Schliersee.brb.de

Schlierseer Bauerntheater

Spielplan und Karten des Vereins, der seit 1892 nebenan spielt.schlierseer-bauerntheater.de

Vitalwelt Schliersee

Hallenbad und Sauna am Ort, für Tage, an denen der See zu kalt ist.vitalwelt-schliersee.de

Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung

Der See gehört dem Freistaat. Hier steht, wer ihn verwaltet und was gilt.schloesser.bayern.de

Deutscher Alpenverein

Wegezustand, Hüttenöffnung und Sicherheitshinweise für die Berge ringsum.alpenverein.de

Zahlen und Jahreszahlen nach Wikipedia „Schliersee", „Schliersee (Gemeinde)", „Spitzingsee", „Brecherspitz", „Xaver Terofal" und „Schlierseer Bauerntheater", abgerufen am 2. September 2026.

Häufige Fragen.

Wie groß ist der Schliersee?

Er misst 2,22 Quadratkilometer, ist 2,515 Kilometer lang und 1,253 Kilometer breit. Der Uferweg rundherum kommt auf 7,4 Kilometer. Die tiefste Stelle liegt bei 40,5 Metern, im Mittel ist er 23,9 Meter tief. Er liegt auf 777 Metern über dem Meer im Landkreis Miesbach.

Was hat es mit der Insel im See auf sich?

Die Insel Wörth ist 2,4 Hektar groß und mit einem Gasthaus bebaut. Geologisch ist sie der sichtbare Teil eines Querdamms, der den See in zwei Becken gliedert. Von Nordwesten ragt zusätzlich die Halbinsel Freudenberg hinein.

Warum sind auf dem Schliersee keine Motorboote erlaubt?

Der See gehört dem Freistaat Bayern und steht mitsamt seiner Umgebung auf 17,54 Quadratkilometern unter Landschaftsschutz. Private Motorboote sind deshalb nicht zugelassen. Unterwegs sind Ruderboote, Segelboote, Elektro- und Tretboote aus dem Verleih, Stand-up-Paddles und das Ausflugsschiff Schliersee III, das seit 1897 zur Motorschifffahrt auf dem See gehört.

Schliersee oder Tegernsee?

Der Tegernsee ist größer, bekannter und belebter, mit mehr Geschäften und mehr Betrieb am Ufer. Der Schliersee ist kleiner, stiller und ohne Motorboote. Wer Betrieb sucht, fährt an den Tegernsee, wer Ruhe sucht, bleibt hier. Zwischen beiden liegt ein Berg, ein Tagesausflug ist also ohnehin kein Problem.

Fährt ein Schiff auf dem See?

Ja, von Mai bis September täglich. Betrieben wird es von der privaten Schlierseeschifffahrt, nicht von der Bayerischen Seenschifffahrt. Die Rundfahrten dauern fünfundvierzig Minuten und starten zwischen elf und siebzehn Uhr.

Wann ist die beste Reisezeit?

Zum Baden Ende Juni bis Anfang September, zum Wandern Mai bis Oktober. Der Herbst ist am schönsten und am leersten. Der Winter ist ruhig, mit Skifahren am Spitzingsee, Fasching im Februar und Starkbierzeit im März.

Welche Berge sieht man vom Ort aus?

Vom Ort aus liegen Aiplspitz, Jägerkamp, Brecherspitz und Bodenschneid frei im Blick, alle vier gehören zum Mangfallgebirge. Der Hausberg ist die Brecherspitz mit 1684 Metern, erstmals erwähnt zwischen 1078 und 1080 als „mons Spizzinch".

Wie kommt man ohne Auto nach Schliersee?

Mit der Bayerischen Regiobahn ab München Hauptbahnhof in rund fünfzig Minuten, ohne Umsteigen, stündlich bis halbstündlich zwischen sechs und vierundzwanzig Uhr. Vom Bahnhof sind es sieben Gehminuten bis zum Xaver-Terofal-Platz und vier weitere ans Wasser. Vor Ort fahren Busse, im Winter zusätzlich der Skibus, mit der Gästekarte kostenlos.

Was hat es mit dem Bauerntheater auf sich?

Das Schlierseer Bauerntheater wurde 1892 von Xaver Terofal und Konrad Dreher gegründet. Im selben Jahr entstand nach Plänen von Emanuel von Seidl ein Theaterbau mit mehr als 450 Plätzen. Gespielt haben Handwerker und Bauern statt ausgebildeter Schauspieler. 1895 tourte das Ensemble durch Amerika und trat in der Metropolitan Opera auf. Der Platz vor dem Haus trägt bis heute Terofals Namen.

Weiterlesen

Von hier aus starten

Unser Haus steht mitten im Ort, sieben Gehminuten vom Bahnhof und vier vom Wasser. Fragen zur Region beantworten wir gern an der Rezeption, täglich von 7:30 bis 20:00 Uhr unter +49 8026 92921-0.