
Welcher Berg
ist das?
Vom Ufer des Schliersees sieht man auf vier Berge, und wer sie zum ersten Mal sieht, kann keinen davon benennen. Diese Seite ist die Antwort darauf: alle Gipfel rund um den See und den Spitzingsee, mit Namen, Höhe und Lage, dazu die Erklärung, warum die einen bewaldet und rund und die anderen felsig und kahl sind.
Die vier vom Ufer aus
1759Meter, Aiplspitz
1746Meter, Jägerkamp
1684Meter, Brecherspitz
1668Meter, Bodenschneid
Vier Berge im freien Blick
Aiplspitz, Jägerkamp, Brecherspitz und Bodenschneid. Man muss dafür nirgendwohin gehen.
Vom Ort Schliersee aus liegen vier Berge frei im Blick: Aiplspitz, Jägerkamp, Brecherspitz und Bodenschneid. Alle vier gehören zum Mangfallgebirge in den Bayerischen Voralpen. Man muss für diesen Blick nichts tun außer am Ufer stehen und sich einmal drehen.
Die Gruppe, zu der die meisten von ihnen zählen, heißt schlicht Schlierseer Berge und bildet den mittleren Teil des Mangfallgebirges. Das ganze Gebirge gehört zu den Münchner Hausbergen, und das ist keine Marketingformel, sondern eine Frage der Fahrzeit: Die Brecherspitz gilt als einer der von München aus am schnellsten erreichbaren Felsgipfel.
Der auffälligste ist die Brecherspitz mit 1684 Metern. Sie hat eine markante Pyramidenform, die man vom Wasser aus nicht übersehen kann, und liegt gut drei Kilometer südsüdwestlich von Neuhaus. Ihr Ostgrat zieht bis zum Spitzingsattel. Erwähnt wurde sie erstmals zwischen 1078 und 1080, in einer Grenzbeschreibung des Hochstifts Freising, als „mons Spizzinch", der Berg Spitzing. Der Name ist damit fast tausend Jahre alt.

Warum manche rund sind und andere schroff
Mitten durch den See läuft eine geologische Grenze. Man sieht sie an den Bergen.
Der nördliche Teil des Sees liegt in der Flyschzone, der südliche schon im nördlichen Kalkalpenzug. Diese Grenze verläuft quer durch das Wasser, und sie erklärt, warum die Landschaft nach Norden und nach Süden so verschieden aussieht.
Die Flyschberge um die nördliche Seehälfte sind meist bewaldete Kuppen mit Mittelgebirgscharakter: Huberspitz, Rainer Berg, Auer Berg, Gindelalmschneid, Aschberg, Krainsbergkogel, Schliersberg und Breitenberg. Auch die Seeschwelle mit der Insel Wörth besteht aus diesem Material, aus der Kalkgraben-Formation, deren Typlokalität ein ehemaliger Steinbruch im Schlierseer Ortsteil Kalkgraben ist.
Südlich davon beginnen die Schlierseer Berge als Abschnitt des Mangfallgebirges in den Nördlichen Kalkalpen. Sie erfüllen in vieler Hinsicht bereits die Kriterien für Hochgebirge, denn ihre Gipfel reichen über die Baumgrenze hinaus. Genau das sieht man vom Ufer: vorne grüne Rücken, dahinter kahler Fels.
Das ganze Becken hat ein Gletscher der Würm-Kaltzeit ausgehobelt, ein Zungenbecken in Nord-Süd-Richtung. Über den älteren Sedimenten liegen Moränen und eiszeitliche Schotter.
Vorne grüne Rücken, dahinter kahler Fels. Dazwischen liegt eine Grenze, die durch den See läuft.
Die Gipfel am Spitzingsee
Fünf Kilometer weiter südlich und dreihundert Meter höher wird die Liste länger.
Fünf Kilometer südlich des Schliersees liegt der Spitzingsee auf 1084 Metern. Wer dort hinauffährt, steht mitten zwischen den bekanntesten Gipfeln des Mangfallgebirges: Jägerkamp, Aiplspitz, Rauhkopf, Taubenstein, Rotwand mit 1884 Metern, Ruchenköpfe, Stolzenberg, Rotkopf, Roßkopf, Stümpfling, Bodenschneid und Brecherspitz.
Der Jägerkamp misst 1746 Meter und liegt östlich des Spitzingsees, südlich von Neuhaus. Nach Osten führt ein Grat über den Benzingspitz mit 1735 Metern weiter zur Aiplspitz, nach Westen trennt ihn der Spitzingsattel von der Brecherspitz. Im Süden liegen Rauhkopf und das ehemalige Skigebiet am Taubenstein.
Die Aiplspitz ist mit 1759 Metern der höchste der vom Ort sichtbaren Gipfel und gehört zur Rotwandgruppe. Sie besteht aus Plattenkalk, und ihre Ost- und Nordhänge zeigen deutliche Kare, wegen derer das Bayerische Landesamt für Umwelt sie als wertvolles Geotop ausgewiesen hat. Ihr Name geht auf das Geitauer Alpl zurück, im Dialekt Aibl. In alten Karten steht sie auch als Eibelspitz oder Alplspitz.
Die Bodenschneid mit 1668 Metern liegt genau auf der Gemeindegrenze zwischen Rottach-Egern und Schliersee, zwischen drei Seen also. Sie ist ein langgezogener, oben freier Rücken mit steilen Abbrüchen nach Nordosten. Ihr Gipfelkreuz gehört zu den größten in Bayern, und der etwas niedrigere Südostsporn auf 1653 Metern trägt ebenfalls eines. Rund dreihundert Meter unter dem höchsten Punkt steht die Rettenbäckalm mit dem Bodenschneidhaus, einer ganzjährig bewirtschafteten Hütte des Deutschen Alpenvereins.
Alle Gipfel im Überblick
- Rotwand
- 1884 m, Rotwandgruppe
- Aiplspitz
- 1759 m, Geotop, Plattenkalk
- Jägerkamp
- 1746 m, östlich des Spitzingsees
- Benzingspitz
- 1735 m, auf dem Grat zur Aiplspitz
- Brecherspitz
- 1684 m, der Hausberg
- Bodenschneid
- 1668 m, sehr großes Gipfelkreuz
- Südostsporn Bodenschneid
- 1653 m, mit zweitem Kreuz
- Hirschgröhrkopf
- 1260 m, östlich von Fischhausen
- Brunstkogel
- 1251 m, westlich von Fischhausen


Der Blick, für den man nicht wandern muss
Die Schliersbergalm über dem Ort ist mit der Seilbahn erreichbar.
Direkt über dem Ort liegt die Schliersbergalm, und dorthin führt eine Seilbahn. Von oben sieht man den See in ganzer Länge, mit der Insel Wörth in der Mitte und der Bergkette dahinter. Es ist der Blick, den man von den Postkarten kennt, und der einzige in dieser Höhe, für den man keine Wanderung braucht.
Wer die Gipfel benennen lernen will, fängt am besten dort oben an. Von unten überlagern sich die Konturen, von oben stehen sie hintereinander und lassen sich zuordnen.
Danach funktioniert der Blick vom Ufer plötzlich anders. Man sieht nicht mehr Berge, sondern die Brecherspitz, den Jägerkamp und die Bodenschneid. Das ist ein kleiner Unterschied, aber er verändert eine Woche Urlaub mehr, als man denkt.
Adressen und Quellen
Alle Adressen führen zu den Betreibern selbst. Zeiten und Preise ändern sich, prüf sie dort.
Deutscher Alpenverein
Wegezustand, Hüttenöffnung und Sicherheitshinweise für die Berge ringsum.
Schliersbergalm
Der Berg über dem Ort, mit Seilbahn, Sommerrodelbahn und Blick über den See.
Alpenbahnen Spitzingsee
Lifte und Bahnen am Spitzingsee, im Winter wie im Sommer.
Bayerisches Landesamt für Umwelt
Badegewässer, Messwerte und die Geotope der Region, amtlich.
Deutscher Wetterdienst
Bergwetter und Warnungen für den Landkreis Miesbach.
Tourismus Schliersee
Die offizielle Seite der Gemeinde mit Veranstaltungen, Gästekarte und aktuellen Hinweisen.
Lawinenwarndienst Bayern
Der aktuelle Lagebericht. Vor jeder Skitour im Mangfallgebirge Pflicht.
Häufige Fragen.
Welche Berge sieht man vom Schliersee aus?
Vom Ort aus liegen vier Gipfel frei im Blick: Aiplspitz mit 1759 Metern, Jägerkamp mit 1746, Brecherspitz mit 1684 und Bodenschneid mit 1668 Metern. Alle vier gehören zum Mangfallgebirge in den Bayerischen Voralpen.
Wie heißt der Hausberg von Schliersee?
Die Brecherspitz mit 1684 Metern. Sie hat eine markante Pyramidenform, liegt gut drei Kilometer südsüdwestlich von Neuhaus und wurde zwischen 1078 und 1080 als „mons Spizzinch" erstmals erwähnt.
Welcher ist der höchste Berg am Schliersee?
Von den vom Ort sichtbaren Gipfeln die Aiplspitz mit 1759 Metern. Etwas weiter südlich, rund um den Spitzingsee, ist die Rotwand mit 1884 Metern der höchste der bekannten Gipfel des Mangfallgebirges.
Warum sehen die Berge nördlich und südlich des Sees so verschieden aus?
Weil mitten durch den See eine geologische Grenze läuft. Der nördliche Teil liegt in der Flyschzone mit bewaldeten, gerundeten Kuppen, der südliche schon im nördlichen Kalkalpenzug, wo die Gipfel über die Baumgrenze reichen.
Gibt es einen Aussichtspunkt ohne Wanderung?
Ja, die Schliersbergalm direkt über dem Ort. Dorthin führt eine Seilbahn. Von oben sieht man den See in ganzer Länge mit der Insel in der Mitte und die Bergkette dahinter.
Welche Gipfel liegen rund um den Spitzingsee?
Jägerkamp, Aiplspitz, Rauhkopf, Taubenstein, Rotwand mit 1884 Metern, Ruchenköpfe, Stolzenberg, Rotkopf, Roßkopf, Stümpfling, Bodenschneid und Brecherspitz. Der Spitzingsee selbst liegt auf 1084 Metern.
Weiterlesen
- Wandern am Schliersee
Vom flachen Uferweg bis in die Berge, alles ab der Haustür.
- Die Almen um den Schliersee
Freudenreichalm, Gindelalm, Kreuzbergalm: Höhe, Gehzeit, Saison und Ruhetag je Alm.
- Skifahren am Spitzingsee
Skibus in einer Viertelstunde, mit der Gästekarte kostenlos.
- Die sechs Zimmerkategorien
Von 18 Quadratmetern mit Bergblick bis 40 mit eigener Sauna, ab 125 € pro Nacht.
Von hier aus starten
Unser Haus steht mitten im Ort, sieben Gehminuten vom Bahnhof und vier vom Wasser. Fragen zur Region beantworten wir gern an der Rezeption, täglich von 7:30 bis 20:00 Uhr unter +49 8026 92921-0.
