
Die Almen
um den See
Rund um den Schliersee gibt es im Sommer fünf bewirtschaftete Almen, die man ohne Bergerfahrung zu Fuß oder mit dem E-Bike erreicht: Freudenreichalm, Gindelalm, Kreuzbergalm, Ankelalm und Obere Firstalm. Sie liegen zwischen 1223 und 1375 Metern, der Aufstieg ab dem nächsten Parkplatz dauert 40 Minuten bis eineinhalb Stunden, und die meisten haben in der Regel von Mai oder Juni bis in den Oktober offen. Unsere eigene Lieblingsalm ist die Freudenreichalm.
Die fünf Almen nach Höhe
1223Meter, Kreuzbergalm
1242Meter, Gindelalm
1262Meter, Freudenreichalm
1311Meter, Ankelalm
1375Meter, Obere Firstalm
Welche Almen am Schliersee bewirtschaftet sind
Fünf Almen mit Brotzeit, alle unter 1400 Metern, alle ohne Kletterei erreichbar.
Wenn Gäste uns an der Rezeption fragen, wohin sie zum Brotzeitmachen gehen sollen, nennen Ute und Markus Leitner fünf Namen: die Freudenreichalm, die Gindelalm, die Kreuzbergalm, die Ankelalm und die Obere Firstalm. Die Freudenreichalm ist ihre Lieblingsalm. Alle fünf erreicht man zu Fuß oder mit dem E-Bike, alle liegen zwischen 1223 und 1375 Metern, und zu keiner braucht man Trittsicherheit im Fels.
Sie liegen in zwei Gruppen. Nordwestlich über dem See, auf dem bewaldeten Rücken zwischen Schliersee und Tegernsee, stehen Gindelalm und Kreuzbergalm. Beide erreicht man vom Ort aus ohne Auto, über den Prinzenweg. Südlich, unter der Brecherspitz, liegen Freudenreichalm und Ankelalm, beide mit Ausgangspunkt in Neuhaus. Die Obere Firstalm schließlich steht am Spitzingsattel, schon in der Spitzingsee-Gegend, und ist als einzige der fünf das ganze Jahr geöffnet.
Diese Seite nennt für jede Alm Höhe, Ausgangspunkt, Gehzeit, die übliche Saison und den Ruhetag, soweit einer veröffentlicht ist. Jede Angabe haben wir gegen mindestens zwei Quellen geprüft, Stand Oktober 2026. Wo sich die Quellen widersprechen, steht eine Spanne. Almen sind landwirtschaftliche Betriebe, keine Restaurants: Bei schlechtem Wetter, Personalmangel oder wenn das Vieh Arbeit macht, bleibt eine Hütte auch mal zu.
Alm, Hütte, Berggasthof: was ist der Unterschied?
Drei Wörter, drei verschiedene Arten zu essen.
Eine Alm ist zuerst eine Sommerweide. Ein Bauer aus dem Tal treibt im Frühsommer sein Jungvieh hinauf, die Tiere bleiben bis zum Herbst oben, und eine Sennerin oder ein Senner kümmert sich um sie. Die Almhütte ist ihr Arbeitsplatz. Wenn dort Brotzeit verkauft wird, ist das ein Nebenerwerb: einfache Bänke vor der Hütte, Getränke aus der Flasche, Speck, Käse, Brot und Kuchen, oft vom eigenen Hof. Die Saison richtet sich nach dem Vieh, nicht nach dem Kalender. Ist die Weidezeit vorbei, ist auch die Alm zu.
Eine Hütte im engeren Sinn ist eine Schutzhütte, meist von einer Sektion des Alpenvereins. Sie ist für Bergsteiger gebaut, hat Schlafplätze in Zimmern und Lagern und ist oft fast das ganze Jahr geöffnet. In der Gegend sind das etwa die Albert-Link-Hütte am Spitzingsee und das Bodenschneidhaus.
Ein Berggasthof ist ein Wirtshaus am Berg: mit Küche, Speisekarte und oft mit Zimmern. Die Obere Firstalm trägt zwar „Alm" im Namen, nennt sich aber selbst Berggasthof, und so funktioniert sie auch, mit Frühstücksbuffet und Küche bis 20 Uhr. Die Schliersbergalm über dem Ort ist ein Hotel mit Seilbahn.
Für den Ausflug heißt das: Auf der Freudenreichalm oder der Ankelalm sitzt du draußen auf einer Bank, isst eine Brotzeit und zahlst bar. Auf der Oberen Firstalm bestellst du von der Karte und darfst auch bei Regen hinein. Beides ist schön, aber man sollte vorher wissen, worauf man sich einstellt.
Was „Brotzeit" auf der Alm heißt
- Brotzeit
- kalte Mahlzeit: Brot, Speck, Wurst, Käse, oft Obazda
- Getränke
- auf Freudenreich- und Ankelalm aus der Flasche
- Kuchen
- auf Freudenreich-, Kreuzberg- und Ankelalm hausgemacht
- Auszogne
- Schmalznudeln, auf der Freudenreichalm am Wochenende
- Bezahlen
- Bargeld mitnehmen, Kartenzahlung ist die Ausnahme
Freudenreichalm: unsere Lieblingsalm
Eine kleine Almhütte am Ende des Dürnbachtals, ohne Innenraum, ohne Telefon, mit Schmalznudeln.
Die Freudenreichalm, genauer die Untere Freudenreichalm, liegt auf 1262 Metern am Ende des Dürnbachtals, nördlich des Freudenreichsattels, am Fuß der Brecherspitz. Ute und Markus Leitner nennen sie ihre Lieblingsalm, und wer einmal dort war, versteht, warum: Es ist keine Gastronomie, sondern ein Almbetrieb, der nebenbei Brotzeit macht. Einen Innenraum für Gäste gibt es nicht. Man sitzt draußen zwischen den Weiden, das Jungvieh grast nebenan.
Es gibt Brotzeit mit Speck und Wurst, Getränke, Filterkaffee und eine kleine Auswahl Kuchen. Die Spezialität sind die Auszogne, ausgezogene Schmalznudeln. Früher hat die Sennerin sie täglich gebacken, heute gibt es sie am Wochenende. Wenn die Sennerin gerade beim Vieh ist, muss man ein wenig warten. Ein Telefon hat die Alm nicht, der Mobilfunkempfang ist schwach.
Der übliche Weg beginnt am Wanderparkplatz Dürnbach am Ende der Dürnbachstraße in Neuhaus. Von dort führt eine gut ausgeschilderte Forststraße in etwa einer bis eineinhalb Stunden hinauf. Schwere Bergstiefel braucht man nicht, Wanderstöcke helfen beim Abstieg, weil die Forststraße zum Ende hin steinig wird. Laut Ortsmagazin parkst du mit der Schlierseer Gästekarte am Wanderparkplatz kostenfrei. Ohne Auto fährst du mit der Bahn eine Station bis Fischhausen-Neuhaus.
Wer mehr will, geht von der Alm in einer halben Stunde steil hinauf zum Freudenreichsattel mit der kleinen Kapelle und auf der anderen Seite hinüber zur Oberen Firstalm. Auf diesem Weg ziehen im Herbst auch die Schafe von der Unteren First über die Obere Firstalm und die Freudenreichalm hinunter nach Neuhaus. Im Mai blühen auf den Wiesen der Freudenreichalm die Sumpfdotterblumen, dann ist die Alm aber noch nicht bewirtschaftet.
Freudenreichalm in Kürze
- Höhe
- 1262 m
- Ausgangspunkt
- Wanderparkplatz Dürnbach, Neuhaus
- Gehzeit
- etwa 1 bis 1½ Stunden, Forststraße
- Bewirtschaftet
- in der Regel ab Mitte/Ende Juni täglich bei schönem Wetter; ab Mitte September bis Mitte Oktober nur am Wochenende
- Ruhetag
- keiner veröffentlicht
- E-Bike
- ja, Forststraße, zuletzt steinig
- Mit Kindern
- ja, für Kinder, die eine Stunde bergauf gehen
- Innenraum
- nein, nur Plätze im Freien

Gindelalm: Öffnungszeiten der drei Hütten
Drei Hütten auf einem Sattel, drei Betreiber, drei verschiedene Ruhetagsregeln.
Die Gindelalm auf 1242 Metern liegt im Sattel zwischen Auerberg und Gindelalmschneid, auf halbem Weg zwischen Schliersee und Tegernsee. Wer „die Gindelalm" sagt, meint drei Hütten, die wenige Schritte auseinander stehen und verschiedenen Familien gehören. Die Nummern sind schlicht die Hausnummern. Alle drei sind bewirtschaftet, alle drei servieren Brotzeit und bayerische Gerichte, und genau deshalb lohnt der Blick auf die Öffnungszeiten, denn sie unterscheiden sich.
Die Gindelalm Nr. 2 ist das größte der drei Gebäude. Sie hat in der Regel von Anfang Mai bis um Kirchweih im Oktober geöffnet und montags Ruhetag; fällt ein Feiertag auf den Montag, ist dienstags zu. An Sonn- und Feiertagen schließt sie um 18 Uhr. Kartenzahlung ist laut Betreiber nicht möglich. Übernachtungen nimmt sie derzeit wegen Personalmangels nicht an.
Die Gindlalm Nr. 3, die sich auf ihrer Website ohne „e" schreibt, hat in der schneefreien Zeit von Anfang Mai bis Ende Oktober täglich geöffnet und keinen festen Ruhetag. An Sonn- und Feiertagen schließt sie früher, im Oktober um 17 Uhr. Einzelne Schließtage kündigt sie im Blog auf ihrer Website an. Von ihrer Terrasse sieht man Breitenstein und Wendelstein. Für die Gindelalm Nr. 1 nennt die Gäste-Information eine Saison vom 1. Mai bis Kirchweih im Oktober und den Hinweis, dass nur bar bezahlt werden kann.
Vom Schliersee aus beginnt der kürzeste Aufstieg am Wanderparkplatz in der Hennererstraße und dauert etwa eineinhalb Stunden. Ab Bahnhof kommt rund eine halbe Stunde dazu, und das Terofal liegt sieben Gehminuten vom Bahnhof. Die Gindelalm ist damit die Alm, die man am leichtesten direkt ab unserer Haustür erreicht. Von Hausham aus ist es gleich weit, dort führt die Gindelalmstraße als Versorgungsweg hinauf, die auch Radfahrer nehmen. Viele gehen von der Gindelalm über die Gindelalmschneid weiter zur Neureuth und hinunter nach Tegernsee: Das ist die Tour, die Ute und Markus Leitner am liebsten empfehlen, mit drei bis vier Stunden Gehzeit und Bus oder Taxi zurück.
Gindelalm in Kürze
- Höhe
- 1242 m
- Ausgangspunkt
- Wanderparkplatz Hennererstraße, Schliersee, oder Hausham
- Gehzeit
- etwa 1½ Stunden, ab Bahnhof Schliersee rund 2 Stunden
- Bewirtschaftet
- in der Regel Anfang Mai bis um Kirchweih (Mitte/Ende Oktober)
- Ruhetag
- Nr. 2 montags (nach Feiertag dienstags), Nr. 3 keiner
- E-Bike
- ja, über die Gindelalmstraße ab Hausham
- Mit Kindern
- ja, breite Wege, drei Hütten zur Auswahl
- Bezahlen
- bar; Nr. 1 und Nr. 2 ausdrücklich ohne Kartenzahlung
Kreuzbergalm: die Aussichtsalm am Prinzenweg
Frei auf einer Kuppe, mit Blick über den Schliersee zum Wendelstein.
Die Kreuzbergalm auf 1223 Metern steht frei auf einer Wiesenkuppe zwischen Gindelalmschneid und Baumgartenschneid. Weil kein Wald den Blick verstellt, sieht man von hier rundum. Ein paar Meter östlich der Hütte steht ein Kreuz an einem Aussichtspunkt, von dem der Blick über den Schliersee zum Breitenstein und zum Wendelstein reicht.
Bewirtschaftet wird sie zur Weidezeit. Es gibt Brotzeiten, Suppen, Würste, Kaffee und hausgemachten Kuchen, ausgegeben in Selbstbedienung. Einen Ruhetag gibt es nach übereinstimmenden Angaben nicht mehr. Bei der Saison gehen die Quellen auseinander: Die Gäste-Information nennt Anfang Mai bis Mitte Oktober, täglich von 10 bis 17 Uhr; Tourenportale beschreiben eine kürzere Weidezeit von Ende Mai oder Juni bis Mitte oder Ende September. Wer im Mai oder Oktober hinaufgeht, ruft deshalb vorher bei der Gäste-Information an.
Der Weg beginnt am selben Wanderparkplatz wie zur Gindelalm, am Hennerer in Schliersee, und folgt dem Prinzenweg. Je nach Quelle rechnet man eineinviertel bis eineinhalb Stunden, ab Bahnhof eine halbe Stunde mehr. Von Tegernsee aus ist es etwas weiter, ab dem Wanderparkplatz Alpbachtal knapp eindreiviertel Stunden. Gindelalm und Kreuzbergalm lassen sich gut an einem Tag verbinden.
Kreuzbergalm in Kürze
- Höhe
- 1223 m
- Ausgangspunkt
- Wanderparkplatz Hennerer, Schliersee (Prinzenweg)
- Gehzeit
- 1¼ bis 1½ Stunden, ab Bahnhof rund ½ Stunde mehr
- Bewirtschaftet
- in der Regel Mai oder Juni bis September; laut Gäste-Information bis Mitte Oktober
- Ruhetag
- keiner
- E-Bike
- ja, über die Forst- und Wirtschaftswege von Süden
- Mit Kindern
- ja, leichter Wanderweg ohne ausgesetzte Stellen
Ankelalm: unter der Brecherspitz, am Wochenende zu
Neu gebaut 2018, mit Brot, Käse und Geräuchertem vom eigenen Hof.
Die Ankelalm liegt auf 1311 Metern in einem weiten Kessel nordwestlich des Brecherspitz-Gipfels, umgeben von Almwiesen und Weidevieh. Die Hütte wurde 2018 vollständig neu gebaut und hat seit der Saison 2019 wieder geöffnet. Es gibt Brotzeit mit Käse, Wurst und Speck, Brot, Kuchen und Geräuchertes vom Hof des Besitzers. Getränke werden nur aus der Flasche ausgeschenkt.
Eine Besonderheit, die viele überrascht: Nach den übereinstimmenden Angaben zweier Hüttenportale hat die Ankelalm an den Wochenenden Ruhetag. Geöffnet ist sie von Anfang Juni bis Ende September, montags bis donnerstags von 9 bis 21 Uhr und freitags bis 18 Uhr; Samstag und Sonntag bleibt sie zu. Eine eigene Website oder ein Telefon hat die Alm nicht. Wer sie unter der Woche besucht, hat sie dafür oft nicht für sich allein, denn sie liegt am Normalweg zur Brecherspitz.
Der Aufstieg beginnt wie zur Freudenreichalm am Wanderparkplatz Dürnbach in Neuhaus. Über einen breiten Forstweg sind gut 450 bis 500 Höhenmeter zu gehen, das dauert etwa eine bis eineinhalb Stunden. Mountainbiker und E-Biker fahren denselben Weg, er ist stellenweise steil. Von der Alm sind es noch rund eine Stunde zum Gipfel der Brecherspitz; dafür braucht man aber Trittsicherheit, der Weg wird oben schrofig.
Ankelalm in Kürze
- Höhe
- 1311 m
- Ausgangspunkt
- Wanderparkplatz Dürnbach, Neuhaus
- Gehzeit
- etwa 1 bis 1½ Stunden, gut 450 bis 500 Höhenmeter
- Bewirtschaftet
- in der Regel Anfang Juni bis Ende September
- Ruhetag
- Samstag und Sonntag (laut hoehenrausch.de und almen-und-berge.de)
- E-Bike
- ja, steiler Forstweg
- Mit Kindern
- ja, für ausdauernde Kinder; der Gipfel darüber nicht
Obere Firstalm: der Berggasthof am Spitzingsattel
Das ganze Jahr offen, 40 Minuten vom Sattel, im Winter mit Rodelbahn.
Die Obere Firstalm auf 1375 Metern ist die bequemste der fünf und die einzige, die das ganze Jahr geöffnet hat. Vom Parkplatz am Spitzingsattel führt eine breite Forststraße in 40 bis 45 Minuten hinauf, rund 250 Höhenmeter auf gut zweieinhalb Kilometern. Ohne Auto fährst du mit dem Bus Richtung Spitzingsee bis zur Haltestelle Spitzingsattel.
Sie ist streng genommen keine Alm, sondern ein Berggasthof: mit Speisekarte, Frühstücksbuffet, Zimmern und Matratzenlager. Laut Betreiber ist die Küche von 11 bis 20 Uhr geöffnet, das Haus täglich bis 22 Uhr. Für Familien gibt es einen Spielplatz an der Hütte. Etwa fünfzig Meter tiefer liegt die Untere Firstalm, eine eigene, kleinere Almwirtschaft.
Im Winter wird die Forststraße zur Rodelbahn. Schlitten leiht man an der Alm, und Ute und Markus Leitner geben Gästen dafür immer denselben Rat: warm anziehen und möglichst eine Skibrille mitnehmen. Im Sommer ist die Obere Firstalm der Endpunkt der Runde über die Brecherspitz, die zu den Lieblingstouren der Gastgeber gehört, vier bis fünf Stunden und nur für Geübte. Wer von der Freudenreichalm über den Freudenreichsattel kommt, landet ebenfalls hier.
Obere Firstalm in Kürze
- Höhe
- 1375 m
- Ausgangspunkt
- Parkplatz oder Bushaltestelle Spitzingsattel
- Gehzeit
- 40 bis 45 Minuten, breite Forststraße
- Bewirtschaftet
- ganzjährig; laut Betreiber täglich, Küche 11 bis 20 Uhr
- Ruhetag
- keiner
- E-Bike
- ja, Versorgungsstraße ab dem Sattel
- Mit Kindern
- ja, Spielplatz; im Winter Rodelbahn
Schliersbergalm, Stögeralm, Albert-Link-Hütte
Drei Namen, nach denen oft gesucht wird, und was dahintersteckt.
Die Schliersbergalm auf 1061 Metern liegt direkt über dem Ort, auf der Ostseite des Sees. Seit 1952 fährt eine kleine Kabinenseilbahn hinauf, 725 Meter lang, in rund vier Minuten. Oben gibt es ein Hotel mit Restaurant, einen Selbstbedienungsstadl, eine Sommerrodelbahn und einen großen Spielplatz. Zu Fuß sind es rund 270 Höhenmeter auf Forststraßen, etwa eine Stunde und eine Viertelstunde. Eine Alm im Sinn einer Sommerweide ist sie nicht mehr, aber sie hat das ganze Jahr offen und ist mit Kindern die einfachste Wahl.
Die Stögeralm liegt etwas oberhalb der Schliersbergalm. Wer sie sucht, sollte wissen: Sie ist kein Ausflugslokal mit festen Zeiten mehr. Laut eigener Website öffnet der Almgasthof nach Voranmeldung für Veranstaltungen und Feiern sowie an angekündigten Tagen, etwa zur Kirchweih im Oktober. Für eine spontane Brotzeit ist sie daher keine sichere Adresse.
Die Albert-Link-Hütte auf 1053 Metern ist eine Hütte des Alpenvereins München & Oberland südöstlich des Spitzingsees, auf dem Weg ins Valepptal. Vom Parkplatz an der Kirche in Spitzingsee sind es etwa 20 Minuten, zuletzt leicht bergab. Sie ist nahezu ganzjährig geöffnet, montags ist außer an Feiertagen Ruhetag. Mit Wiese, Bach und Spielplatz ist sie eine gute Wahl mit kleinen Kindern, und sie hat Zimmer und Lager zum Übernachten.
Wann die Almen offen haben und was man mitnimmt
Die Saison folgt dem Vieh. Bargeld, Leine und ein Blick aufs Wetter gehören dazu.
Die meisten Almen öffnen, wenn das Vieh hinaufkommt, und schließen, wenn es wieder ins Tal geht. Bei den fünf Almen hier heißt das: Gindelalm und Kreuzbergalm ab Anfang Mai, Freudenreichalm und Ankelalm ab Juni. Geschlossen wird zwischen Ende September und Ende Oktober. Viele orientieren sich dabei an Kirchweih, auf Bairisch „Kirta", dem dritten Sonntag im Oktober. Fast alle Almen öffnen nur bei schönem Wetter. Wer an einem grauen Tag hinaufgeht, ruft vorher an oder sieht auf der Website des Betreibers nach.
Nimm Bargeld mit. Für die Gindelalm Nr. 1 und Nr. 2 steht ausdrücklich da, dass nur bar bezahlt werden kann; Freudenreichalm und Ankelalm haben nicht einmal ein Telefon. Ein Kartenlesegerät sollte man auf keiner der kleinen Almen erwarten.
Auf den Weiden steht Jungvieh, oft direkt am Weg. Hunde gehören an die Leine, und zu den Tieren hält man Abstand. Mit dem E-Bike bleibst du auf den Forst- und Versorgungswegen, die alle fünf Almen erschließen; auf den schmalen Steigen darüber gehst du besser zu Fuß. Für den Weg zu den Ausgangspunkten gilt die Gästekarte, die Übernachtungsgäste in Schliersee erhalten, laut MVV in den Tarifzonen 6 bis 9 als Fahrschein für Bus und Bahn.
Von November bis April haben von den hier genannten Hütten nur die Obere Firstalm, die Albert-Link-Hütte und die Schliersbergalm offen. Und an einem Regentag oder im Winter gibt es Weißwürste, Wurstsalat und Obazda auch bei uns im Xaver, in der Stube statt auf der Weide.

Adressen und Quellen
Alle Adressen führen zu den Betreibern selbst. Zeiten und Preise ändern sich, prüf sie dort.
Freudenreichalm
Saisonzeiten der Freudenreichalm bei der Gäste-Information. Die Alm selbst hat weder Telefon noch Website.
Gindelalm Nr. 2
Saison, Ruhetag und Reservierung der größten der drei Gindelalm-Hütten.
Gindlalm Nr. 3
Die Hütte von Annelies Grimm. Kurzfristige Schließtage stehen im Blog der Seite.
Kreuzbergalm
Öffnungszeiten der Kreuzbergalm am Prinzenweg, gepflegt von der Alpenregion Tegernsee Schliersee.
Berggasthof Obere Firstalm
Küchenzeiten, Zimmer und im Winter der Rodelbetrieb am Spitzingsattel.
Schliersbergalm
Der Berg über dem Ort, mit Seilbahn, Sommerrodelbahn und Blick über den See.
Almgasthof Stögeralm
Öffnet nur nach Voranmeldung für Feiern und an angekündigten Tagen wie der Kirchweih.
Albert-Link-Hütte
Die Alpenvereinshütte am Spitzingsee: Öffnungszeiten, Übernachtung, Zustiege.
Tourismus Schliersee
Die offizielle Seite der Gemeinde mit Veranstaltungen, Gästekarte und aktuellen Hinweisen.
MVV: Gästekarte
Welche Tarifzonen die Gästekarte von Schliersee abdeckt. Für Bus und Bahn zu den Ausgangspunkten.
Deutscher Alpenverein
Wegezustand, Hüttenöffnung und Sicherheitshinweise für die Berge ringsum.
Deutscher Wetterdienst
Bergwetter und Warnungen für den Landkreis Miesbach.
Häufige Fragen.
Welche Almen am Schliersee sind bewirtschaftet?
Im Sommer vor allem fünf: die Freudenreichalm (1262 m), die Gindelalm mit drei Hütten (1242 m), die Kreuzbergalm (1223 m), die Ankelalm (1311 m) und die Obere Firstalm (1375 m). Die Obere Firstalm hat als einzige das ganze Jahr geöffnet. Dazu kommen die Schliersbergalm mit Seilbahn und die Albert-Link-Hütte am Spitzingsee.
Wie sind die Öffnungszeiten der Gindelalm?
Die drei Hütten haben in der Regel von Anfang Mai bis um Kirchweih im Oktober geöffnet, mit unterschiedlichen Ruhetagen. Die Gindelalm Nr. 2 hat montags Ruhetag, nach einem Feiertagsmontag dienstags. Die Gindlalm Nr. 3 hat von Anfang Mai bis Ende Oktober täglich offen, an Sonn- und Feiertagen bis 17 oder 18 Uhr.
Wie komme ich zur Freudenreichalm?
Vom Wanderparkplatz Dürnbach in Neuhaus auf einer ausgeschilderten Forststraße, in etwa einer bis eineinhalb Stunden. Ohne Auto fährst du mit der Bahn bis Fischhausen-Neuhaus. Die Alm hat in der Regel ab Mitte oder Ende Juni bei schönem Wetter täglich geöffnet, ab Mitte September bis Mitte Oktober nur am Wochenende.
Hat die Kreuzbergalm einen Ruhetag?
Nein, die Kreuzbergalm hat während der Saison täglich geöffnet; laut Gäste-Information von 10 bis 17 Uhr. Als Saison nennt die Gäste-Information Anfang Mai bis Mitte Oktober, Tourenportale beschreiben eine kürzere Weidezeit bis September. Im Mai und Oktober lohnt ein Anruf vorher.
Hat die Stögeralm geöffnet?
Nur nach Voranmeldung für Feiern und an angekündigten Tagen. Laut eigener Website öffnet der Almgasthof für Veranstaltungen und zu Terminen wie der Kirchweih im Oktober. Für eine spontane Einkehr ist die Schliersbergalm direkt darunter die sichere Wahl.
Kann man auf den Almen mit Karte zahlen?
Meist nicht, nimm Bargeld mit. Für die Gindelalm Nr. 1 und Nr. 2 ist ausdrücklich angegeben, dass nur bar bezahlt werden kann, und Freudenreichalm und Ankelalm haben nicht einmal ein Telefon. Auf Berggasthöfen wie der Oberen Firstalm ist das anders, dort fragt man am besten direkt.
Welche Alm am Schliersee ist am besten für Kinder?
Die Obere Firstalm: 40 bis 45 Minuten auf breiter Forststraße, mit Spielplatz an der Hütte und im Winter einer Rodelbahn. Ebenso gut sind die Albert-Link-Hütte, 20 Minuten ab Spitzingsee mit Wiese, Bach und Spielplatz, und die Schliersbergalm, auf die eine Seilbahn fährt. Für Kinder, die eine Stunde bergauf gehen, eignen sich Gindelalm und Freudenreichalm.
Welche Almen haben im Winter offen?
Von den Hütten auf dieser Seite die Obere Firstalm, die Albert-Link-Hütte (montags Ruhetag) und die Schliersbergalm. Freudenreichalm, Gindelalm, Kreuzbergalm und Ankelalm sind reine Sommeralmen und schließen spätestens Ende Oktober.
Weiterlesen
- Der Prinzenweg zum Tegernsee
Rund 14 Kilometer über Gindelalm und Neureuth ins Bräustüberl, mit Bus oder Bahn zurück.
- Wandern am Schliersee
Vom flachen Uferweg bis in die Berge, alles ab der Haustür.
- Rodeln an der Firstalm
2,5 Kilometer vom Spitzingsattel, abends beleuchtet, Schlitten oben an der Alm.
- Zimmer mit eigener Sauna
Die Sauna steht im Zimmer, dazu Balkon und direkter Blick auf den See.
Von hier aus starten
Unser Haus steht mitten im Ort, sieben Gehminuten vom Bahnhof und vier vom Wasser. Fragen zur Region beantworten wir gern an der Rezeption, täglich von 7:30 bis 20:00 Uhr unter +49 8026 92921-0.
