
Der Winter
am See
Der Schliersee im Winter ist ein anderer Ort als der Schliersee im Juli. Unten am Wasser wird es still, oben am Spitzingsee wird gefahren, und dazwischen fährt ein Bus, der mit der Gästekarte nichts kostet. Diese Seite sagt, was zwischen Oktober und März tatsächlich geht, wann der See zufriert und warum der März hier der unterschätzteste Monat des Jahres ist.
Der Winter in Zahlen
777Meter, der Ort am See
1084Meter, der Spitzingsee
15Minuten mit dem Skibus
0Euro mit der Gästekarte
Zwei Höhenlagen, zwei Winter
Unten am See auf 777 Metern ist es ruhig. Oben auf 1084 Metern ist Betrieb.
Der Winter am Schliersee findet auf zwei Ebenen statt, und das ist sein eigentlicher Vorteil. Unten liegt der Ort auf 777 Metern. Dort ist es zwischen Oktober und März leer, die Uferwege sind frei, und es fühlt sich an, als hätte jemand den Ton heruntergedreht.
Fünf Kilometer weiter südlich und dreihundert Meter höher liegt der Spitzingsee auf 1084 Metern. Der gleichnamige Ortsteil auf 1090 Metern ist das Wintersport- und Bergwanderzentrum der Gemeinde. Dort oben ist Betrieb, dort wird gefahren, und dort liegt Schnee, wenn unten längst keiner mehr liegt.
Zwischen beiden fährt der Skibus. Mit der Gästekarte kostet die Fahrt nichts, und sie dauert etwa eine Viertelstunde. Das heißt konkret: Man kann im Ort wohnen, wo es ruhig und warm ist, und trotzdem morgens auf der Piste stehen. Man muss sich nicht entscheiden.

Was oben geht
Skifahren, Langlauf, Rodeln, Skitouren. Und ein Berg, auf dem früher ein Lift stand.
Das Skigebiet am Spitzingsee ist das nächstgelegene größere Gebiet ab München und über den Skibus ohne Auto erreichbar. Lifte und Bahnen betreiben die Alpenbahnen Spitzingsee, deren Adresse unten steht. Aktuelle Öffnungszeiten, Preise und der Zustand der Pisten stehen dort, nicht hier: Sie ändern sich mit dem Wetter, und eine Seite mit veralteten Zahlen ist schlimmer als keine.
Neben dem Pistenbetrieb ist die Gegend ein bekanntes Skitourengebiet. Die Brecherspitz mit 1684 Metern ist dafür ein beliebtes Ziel. Auf ihren Vorgipfel führte bis etwa 1997 ein Skilift, der zusammen mit dem Freudenreichlift und den Firstalmliften an das Skigebiet Spitzingsee angeschlossen war. 2010 wurde er endgültig abgetragen. Seither steigt man dort selbst hinauf.
Für Skitouren gilt, was überall in den Alpen gilt, nur dass es hier wegen der Nähe zu München gern vergessen wird: Der Lawinenlagebericht ist keine Empfehlung. Der Lawinenwarndienst Bayern ist unten verlinkt, ebenso der Alpenverein für den Zustand der Wege und Hütten.
Dazu kommen Langlauf, Winterwandern und Rodeln. Wer eine Einkehr mit Höhe sucht: Das Bodenschneidhaus des Deutschen Alpenvereins an der Rettenbäckalm, rund dreihundert Höhenmeter unter dem Gipfel der Bodenschneid, ist ganzjährig bewirtschaftet.
Was unten geht
Der Uferweg funktioniert das ganze Jahr. Und manchmal friert der See zu.
Der Uferweg mit seinen 7,4 Kilometern ist im Winter der beste Weg der Region. Er ist eben, er ist geräumt, und er zeigt einem den See in einer Stimmung, die im Sommer niemand zu sehen bekommt: Raureif an den Zweigen, Nebel über dem Wasser, und gegen Mittag die Berge in kalter, sehr klarer Luft.
Ob der See zufriert, hängt vom Jahr ab. Er war historisch im Frühjahr lange von Eis bedeckt, was zusammen mit seiner windgeschützten Lage der Grund dafür war, dass er sich nicht mehr von selbst umwälzte und in den 1970er Jahren umkippte. Seit 1982 arbeitet in beiden Becken eine Druckluftleitung, die ihn in drei bis vier Tagen einmal durchmischt. Wer das Eis betritt, tut das auf eigene Gefahr: Freigegeben wird der See nie, weder von der Gemeinde noch von sonst jemandem. Wer Schlittschuh laufen will, geht ins Natureisstadion.
Im Ort gibt es die Vitalwelt mit Hallenbad und Sauna, fünf Gehminuten vom Bahnhof. Und bei uns im Haus haben sechs Zimmer eine eigene Sauna im Zimmer. Für die Wochen zwischen November und März, in denen es um vier Uhr dunkel wird, ist das die sinnvollste Ausstattung, die ein Zimmer haben kann.


Das Jahr zwischen Oktober und März
Fasching im Februar, Starkbierzeit im März, und der leerste Monat ist der meistgesuchte.
Der Oktober ist der schönste Monat hier, und einer der leersten. Der Nebel steht morgens über dem Wasser und hebt sich im Lauf des Vormittags, die Wege sind trocken, die Wirtshäuser haben Platz, und das Licht steht flach über dem See.
November und Anfang Dezember sind ruhig. Wer eine Woche zum Lesen sucht, findet sie hier. Über die Feiertage wird es dann voll, danach wieder still.
Im Februar ist Fasching. Bei uns im Haus ist der Weiberfasching inzwischen ein fester Termin, 2027 am 4. Februar und ausdrücklich nicht nur für Frauen, und der Saal des Bauerntheaters nebenan gehört zu den Orten, an denen im Ort tatsächlich noch gefeiert wird.
Im März ist Starkbierzeit, bei uns mit dem Starkbieranstich und der Fastenrede, und Ende März startet das Markus Wasmeier Freilichtmuseum in die Saison. Dabei gibt es eine Merkwürdigkeit, die uns selbst überrascht hat: Der März ist der Monat, in dem am häufigsten nach Schliersee gesucht wird, und zugleich einer der leersten im Ort. Wer flexibel ist, bekommt dann das ganze Tal fast für sich.
Im März wird am häufigsten nach Schliersee gesucht. Und im März ist hier am wenigsten los.
Kurz gefasst
- Skigebiet
- Spitzingsee, ab 1084 Metern
- Skibus
- etwa 15 Minuten, mit Gästekarte kostenlos
- Uferweg
- 7,4 km, eben, ganzjährig begehbar
- Skitouren
- u. a. Brecherspitz, Lift 2010 abgetragen
- Hütte ganzjährig
- Bodenschneidhaus des DAV
- Hallenbad im Ort
- Vitalwelt, 5 Gehminuten ab Bahnhof
- Feste
- Fasching im Februar, Starkbier im März
Adressen und Quellen
Alle Adressen führen zu den Betreibern selbst. Zeiten und Preise ändern sich, prüf sie dort.
Alpenbahnen Spitzingsee
Lifte und Bahnen am Spitzingsee, im Winter wie im Sommer.
Lawinenwarndienst Bayern
Der aktuelle Lagebericht. Vor jeder Skitour im Mangfallgebirge Pflicht.
Deutscher Alpenverein
Wegezustand, Hüttenöffnung und Sicherheitshinweise für die Berge ringsum.
Deutscher Wetterdienst
Bergwetter und Warnungen für den Landkreis Miesbach.
Tourismus Schliersee
Die offizielle Seite der Gemeinde mit Veranstaltungen, Gästekarte und aktuellen Hinweisen.
Vitalwelt Schliersee
Hallenbad und Sauna am Ort, für Tage, an denen der See zu kalt ist.
Markus Wasmeier Freilichtmuseum
Mehr als 22 versetzte Gebäude des bayerischen Oberlands auf 60.000 Quadratmetern.
Bayerische Regiobahn
Fahrpläne und Tickets für die Strecke München Hauptbahnhof bis Schliersee.
Häufige Fragen.
Was kann man am Schliersee im Winter machen?
Oben am Spitzingsee auf 1084 Metern Skifahren, Langlauf, Rodeln und Skitouren. Unten am See auf 777 Metern Winterwandern auf dem 7,4 Kilometer langen Uferweg. Dazu die Vitalwelt mit Hallenbad und Sauna im Ort und das Freilichtmuseum, das Ende März in die Saison startet.
Wie kommt man vom Schliersee zum Skigebiet?
Mit dem Skibus, in etwa einer Viertelstunde. Mit der Gästekarte kostet die Fahrt nichts. Ein Auto braucht man dafür nicht, und in München steigt man ohne Umsteigen in die Bahn nach Schliersee.
Friert der Schliersee zu?
Das hängt vom Jahr ab. Historisch war der See im Frühjahr lange von Eis bedeckt, was zusammen mit seiner windgeschützten Lage dazu führte, dass er sich nicht mehr umwälzte. Seit 1982 arbeitet eine Druckluftleitung in beiden Becken. Freigegeben wird das Eis auf dem See nie, wer es betritt, tut das auf eigene Gefahr. Sicherer ist das Natureisstadion.
Liegt am Schliersee im Winter Schnee?
Der Ort liegt auf 777 Metern, dort ist die Schneelage wechselhaft. Verlässlicher ist es am Spitzingsee auf 1084 und im Ortsteil auf 1090 Metern, dorthin fährt der Skibus. Aktuelle Angaben zur Schneelage veröffentlichen die Alpenbahnen Spitzingsee und die Gemeinde.
Wann ist am Schliersee am wenigsten los?
Im Oktober, November, Januar, Februar und März, mit Ausnahme der Feiertage und der Faschingswoche. Der März ist der Monat, in dem am häufigsten nach Schliersee gesucht wird und im Ort trotzdem wenig los ist.
Lohnt sich der Schliersee auch ohne Ski?
Ja, und für viele Gäste gerade dann. Der Uferweg ist eben und ganzjährig begehbar, im Ort gibt es Hallenbad und Sauna, und sechs unserer Zimmer haben eine eigene Sauna im Zimmer. Die klare, kalte Luft nach dem Mittag ist der eigentliche Grund, im Winter herzukommen.
Weiterlesen
- Skifahren am Spitzingsee
Skibus in einer Viertelstunde, mit der Gästekarte kostenlos.
- Rodeln an der Firstalm
2,5 Kilometer vom Spitzingsattel, abends beleuchtet, Schlitten oben an der Alm.
- Eislaufen am Schliersee
Natureisstadion bei Frost, Eishalle Miesbach bei Tauwetter, und warum der See nie freigegeben wird.
- Weihnachtsmärkte am Schliersee
Christkindlmarkt am Terofal, Wasmeier und Tegernsee, mit allen Terminen des Advents.
- Wellness am Schliersee
Sechs Zimmer mit privater Sauna. Keine Öffnungszeiten, keine geteilte Ruhezone.
Von hier aus starten
Unser Haus steht mitten im Ort, sieben Gehminuten vom Bahnhof und vier vom Wasser. Fragen zur Region beantworten wir gern an der Rezeption, täglich von 7:30 bis 20:00 Uhr unter +49 8026 92921-0.
