
Was von hier
aus geht
Schliersee ist klein und gut angebunden. Ein Freilichtmuseum mit mehr als zwanzig versetzten Höfen liegt dreieinhalb Straßenkilometer entfernt, der Spitzingsee eine Viertelstunde mit dem Bus, der Tegernsee hinter einem Berg, und München ist in fünfzig Minuten erreichbar, in beide Richtungen. Diese Seite ordnet die Ausflugsziele nach Entfernung und sagt bei jedem, ob es ohne Auto geht.
Entfernungen ab dem Ort
2Kilometer, Freilichtmuseum
2,5Kilometer, Fischhausen
5Kilometer, Spitzingsee
50Minuten, München Hbf
Alles im Umkreis einer halben Stunde
Der Vorteil eines kleinen Ortes in einer dichten Gegend.
Schliersee hat sechs Nachbargemeinden und im Süden eine Grenze nach Tirol. Im Westen liegen Rottach-Egern, Tegernsee und Gmund, im Norden Hausham, im Osten Fischbachau und Bayrischzell. Das merkt man im Alltag kaum, aber es erklärt, warum von hier aus so viele Tagesausflüge in verschiedene Richtungen gehen.
Für dich heißt das: Du musst dich nicht am ersten Tag entscheiden. Wer eine Woche bleibt, kann jeden Tag in eine andere Richtung, und keine davon kostet mehr als eine halbe Stunde Anfahrt.
Diese Seite geht von nah nach fern. Alles, was in den ersten beiden Kapiteln steht, erreichst du zu Fuß oder mit dem Bus. Erst danach wird ein Auto oder ein Zug nötig.

Zu Fuß erreichbar
Der See, der Rundweg, die Insel und ein Berg mit Seilbahn.
Das nächstgelegene Ziel ist der See selbst. Der Uferweg misst 7,4 Kilometer, verläuft praktisch ohne Steigung und bleibt fast durchgehend am Wasser. Vom Xaver-Terofal-Platz sind es vier Gehminuten bis dorthin. Für den ersten Tag ist das die beste Orientierung, die man bekommen kann.
Mitten im See liegt die Insel Wörth, gut zwei Hektar groß, dicht bewaldet und mit einem Gasthaus bebaut. Sie ist seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelt und seit 1832 mit dem Schiff erreichbar. Von Mai bis September fährt die Schliersee Schifffahrt, die Rundfahrt dauert fünfundvierzig Minuten.
Direkt über dem Ort liegt die Schliersbergalm, erreichbar mit der Seilbahn. Von oben sieht man den See in ganzer Länge, mit der Insel in der Mitte und den Bergen dahinter. Es ist der bekannteste Blick der Gegend und der einzige in dieser Höhe, für den man nicht wandern muss.
Wer nach dem schönsten Platz am Schliersee fragt, bekommt von uns meistens diese Antwort: das Westufer am späten Nachmittag, wenn die Sonne hinter den Bergen steht und der See spiegelt. Es gibt dort keine Attraktion, keinen Eintritt und kein Schild. Das ist der Punkt.
Dreieinhalb Kilometer: das Freilichtmuseum
Mehr als 22 versetzte Gebäude auf 60.000 Quadratmetern, geöffnet von April bis November.
Am Rand des Ortsteils Neuhaus liegt das Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Es ist privat, und seine Entstehung ist eine eigene Geschichte: Inspiriert von einem Freilichtmuseum im norwegischen Lillehammer gründete der frühere Skirennläufer Markus Wasmeier 1997 einen Verein, um das bäuerliche Erbe der Gegend zu erhalten. Der erste Spatenstich erfolgte im Juni 1999, eröffnet wurde am 1. Mai 2007, begonnen mit drei vom Verfall bedrohten Höfen.
Heute zeigt das Museum mehr als 22 historische Gebäude des bayerischen Oberlands auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern. Es sind keine Nachbauten: Die Höfe wurden am Originalstandort abgebaut, restauriert und hier wieder aufgebaut. Gezeigt wird das bäuerliche Leben zu Anfang des 18. Jahrhunderts.
Vorgeführt werden regelmäßig alte Handwerke, unter anderem Schnitzen, Filzen, Korbflechten, Backen im Holzofen, Brauen und Schnapsbrennen. Seit 2010 gibt es außerdem Open-Air-Konzerte auf dem Gelände. Bereits 2008 kamen rund 75.000 Besucher, 2010 waren es etwa 95.000.
Geöffnet ist von April bis November, die Saison startet Ende März oder im April. Genaue Zeiten und Preise stehen beim Museum selbst, verlinkt unten.


Eine Viertelstunde: der Spitzingsee
Ein Bergsee auf 1084 Metern, einer der größten in Bayern, mit dem Bus erreichbar.
Rund zehn Straßenkilometer südlich und dreihundert Meter höher liegt der Spitzingsee auf 1084 Metern. Mit 28,3 Hektar ist er einer der größten Bergseen Bayerns. In der Mitte schnüren ihn zwei Halbinseln ein, das Südbecken ist bis 16,3 Meter tief, das Nordbecken bis 10,4. Wie der Schliersee gehört er dem Freistaat Bayern.
Ihm entfließt im Süden die Rote Valepp, die sich bei der Kaiserklause mit der Weißen Valepp zur Valepp vereinigt. In Tirol heißt sie dann Grundache, später Brandenberger Ache, und entwässert in den Inn. Der Schliersee dagegen entwässert über die Schlierach nach Norden zur Mangfall. Zwei Seen, nur ein paar Kilometer auseinander, und ihr Wasser nimmt entgegengesetzte Wege: das eine nach Norden durch Bayern, das andere nach Süden durch Tirol. Erst im Inn treffen sie sich wieder.
Der Ortsteil Spitzingsee auf 1090 Metern zählt rund zweihundert Einwohner und ist das Wintersport- und Bergwanderzentrum der Gemeinde. Ringsum liegen die bekanntesten Gipfel des Mangfallgebirges: Jägerkamp, Aiplspitz, Rauhkopf, Taubenstein, Rotwand mit 1884 Metern, Stümpfling, Bodenschneid und Brecherspitz.
Hinauf fährt ein Bus. Im Winter ist es der Skibus, der mit der Gästekarte kostenlos ist. Man braucht kein Auto, um dort oben zu stehen.
Zwei Seen, ein Bergsattel dazwischen. Der eine schickt sein Wasser nach Norden durch Bayern, der andere nach Süden durch Tirol, und beide landen im Inn.
Weiter weg: Tegernsee, Bayrischzell, München
Alles innerhalb einer Stunde, das meiste auch mit Bahn und Bus.
Hinter dem Berg im Westen liegt der Tegernsee. Er ist größer, bekannter und deutlich belebter, mit mehr Geschäften und mehr Betrieb am Ufer. Wer einen Tag mit Trubel will, fährt hinüber. Wer Ruhe sucht, bleibt hier. Beides an einem Wochenende zu haben, ist der eigentliche Vorteil dieser Lage.
Nach Osten liegen Fischbachau und Bayrischzell, nach Süden geht es über den Spitzingsattel in Richtung Tirol. Im Norden liegt Hausham, wo von 1860 bis 1966 Pechkohle abgebaut wurde. Die Gegend war also nicht immer nur Erholungsgebiet.
Und dann ist da München. Fünfzig Minuten mit der Bahn, ohne Umsteigen, stündlich bis halbstündlich zwischen sechs und vierundzwanzig Uhr. Das funktioniert in beide Richtungen: Du kannst von hier aus einen Tag in der Stadt verbringen, und du kannst von der Stadt aus einen Tag hier verbringen. Für einen Tagesausflug ab München ist Schliersee einer der wenigen Alpenseen, die man ohne Auto vollständig erreicht.
Ziele und Entfernungen
- Seeufer
- 4 Gehminuten ab dem Haus
- Seerundweg
- 7,4 Kilometer rundherum
- Insel Wörth
- mit dem Schiff, Mai bis September
- Schliersbergalm
- über dem Ort, mit Seilbahn
- Freilichtmuseum
- etwa 3,5 km, in der Regel April bis November
- Fischhausen
- etwa 2,5 km, mit Bahn und Bus
- Spitzingsee
- etwa 10 km, 1084 m, 15 Minuten mit dem Bus
- München Hbf
- rund 50 Minuten, ohne Umsteigen
Adressen und Quellen
Alle Adressen führen zu den Betreibern selbst. Zeiten und Preise ändern sich, prüf sie dort.
Markus Wasmeier Freilichtmuseum
Mehr als 22 versetzte Gebäude des bayerischen Oberlands auf 60.000 Quadratmetern.
Schliersbergalm
Der Berg über dem Ort, mit Seilbahn, Sommerrodelbahn und Blick über den See.
Schliersee Schifffahrt
Rundfahrten mit der Schliersee III, dazu der Bootsverleih und der Kiosk am Ufer.
Alpenbahnen Spitzingsee
Lifte und Bahnen am Spitzingsee, im Winter wie im Sommer.
Tourismus Schliersee
Die offizielle Seite der Gemeinde mit Veranstaltungen, Gästekarte und aktuellen Hinweisen.
Schliersee Magazin
Das Ortsmagazin. Wer wissen will, was gerade wirklich läuft, liest hier nach.
Bayerische Regiobahn
Fahrpläne und Tickets für die Strecke München Hauptbahnhof bis Schliersee.
Schlierseer Bauerntheater
Spielplan und Karten des Vereins, der seit 1892 nebenan spielt.
Häufige Fragen.
Welche Ausflugsziele gibt es am Schliersee?
Zu Fuß der Seerundweg mit 7,4 Kilometern, die Insel Wörth mit dem Schiff und die Schliersbergalm mit der Seilbahn. Dreieinhalb Kilometer entfernt liegt das Markus Wasmeier Freilichtmuseum mit mehr als 22 versetzten Gebäuden, fünf Kilometer entfernt der Spitzingsee auf 1084 Metern. München ist in fünfzig Minuten mit der Bahn erreichbar.
Was kann man am Schliersee ohne Auto machen?
Fast alles. Der Uferweg beginnt vier Gehminuten vom Haus, das Schiff fährt von Mai bis September, zur Schliersbergalm führt eine Seilbahn, und zum Spitzingsee fährt ein Bus, im Winter der Skibus mit der Gästekarte kostenlos. Nach Fischhausen und Neuhaus fährt die Bahn.
Was ist das Markus Wasmeier Freilichtmuseum?
Ein privates Freilichtmuseum am Rand von Neuhaus, gegründet 1997 als Verein, eröffnet am 1. Mai 2007. Es zeigt mehr als 22 historische Gebäude des bayerischen Oberlands auf 60.000 Quadratmetern, die am Originalstandort abgebaut und hier wieder aufgebaut wurden. Geöffnet ist von April bis November.
Was ist der schönste Ort am Schliersee?
Das lässt sich nicht objektiv beantworten. Unsere Antwort ist das Westufer am späten Nachmittag, wenn die Sonne hinter den Bergen steht und der See spiegelt. Den bekanntesten Blick hat man dagegen von der Schliersbergalm über dem Ort, mit dem See in ganzer Länge und der Insel in der Mitte.
Lohnt sich Schliersee als Tagesausflug von München?
Ja, und das ohne Auto: Die Bahn fährt ab München Hauptbahnhof in rund fünfzig Minuten ohne Umsteigen, stündlich bis halbstündlich zwischen sechs und vierundzwanzig Uhr. Vom Bahnhof sind es wenige Minuten ans Wasser. An schönen Sommerwochenenden ist der Zug die deutlich schnellere Wahl, weil die Parkplätze früh voll sind.
Schliersee oder Tegernsee?
Der Tegernsee ist größer, bekannter und belebter, mit mehr Geschäften und mehr Betrieb am Ufer. Der Schliersee ist kleiner, stiller und ohne private Motorboote. Zwischen beiden liegt ein Berg, ein Tagesausflug in die jeweils andere Richtung ist also problemlos möglich.
Weiterlesen
- Geheimtipps am Schliersee
Zehn Tipps der Gastgeber, vom Weinberg hinter dem Haus bis zur Insel Wörth.
- Schliersee bei Regen
Die Liste der Gastgeber, vom monte mare bis zur Destillerie Slyrs.
- Tegernsee oder Schliersee
Viermal so groß, fünf Orte am Ufer. Der Vergleich mit Zahlen statt Meinung.
- Die Insel Wörth
Gut zwei Hektar mitten im See, bewaldet, mit Gasthaus und einer Legende dazu.
- Die sechs Zimmerkategorien
Von 18 Quadratmetern mit Bergblick bis 40 mit eigener Sauna, ab 125 € pro Nacht.
Von hier aus starten
Unser Haus steht mitten im Ort, sieben Gehminuten vom Bahnhof und vier vom Wasser. Fragen zur Region beantworten wir gern an der Rezeption, täglich von 7:30 bis 20:00 Uhr unter +49 8026 92921-0.
